die stimme aus dem off

vier uhr: oberhausen, gasometer, ausstellung “sternstunden, wunder des sonnensystems”.  wunderbare, beeindruckende fotos aus dem weltraum, von sonnen und planeten, ihrem werden und vergehen.  gigantische, mit dem menschenverstand nicht mehr fassbare tatsachen. dunkle nebel, deren teilchendichte in wirklichkeit geringer ist als in einem reinraumlabor.  dimensionen, die einem klarmachen müssten, welch unbedeutenden platz im universum wir menschen einnehmen. allein das erdgeschoss dieser ausstellung erforderte mehr als die  zwei stunden, die bis zur schließung zur verfügung standen. kurz vor sechs noch schnell auf das dach des gasometers für das obligatorische panorama. leider war die kabine des 10-stockwerke-aufzugs hell erleuchtet, so dass man die gigantische mondskulptur nicht sehen konnte.

weiterfahrt richtung zeche zollverein in essen. hier um halb sieben station zwei: durch das bistro, dann im dämmerlicht mehrere unbeleuchtete gittertreppen hoch richtung sonnenrad, das bis 20:00 in betrieb sein sollte. mittlerweile war es fast stockdunkel, außer uns keine menschenseele weit und breit. kann man jetzt überhaupt noch fahren? wir tasteten uns durch das dunkel und suchten irgendwelche schilder, die das geheimnis lüften könnten. dann von hinten aus der dunkelheit eine stimme: “woll’n se noch mitfahn?” der herrscher über das sonnenradschaltpult trat aus der finsternis und öffnete uns das tor zum himmel und zur unterwelt. zwei fahrten hoch hinaus und tief hinab. so sah es hoch hinaus etwa aus:

himmelsblick aus dem sonnenrad. zeche zollverein, essen

himmelsblick aus dem sonnenrad. zeche zollverein, essen

zeche zollverein, essen. charons stuhl.

zeche zollverein, essen. charons stuhl.

beim ausstieg dann fast gestolpert über den stuhl dieses  wächters. im ganz dunklen dann wieder hinunter, über die gleichen schmalen stahltreppen, immer noch unbeleuchtet.

eine privatführung über das zollvereinsgelände, mit interessanten informationen zu bau, bedeutung und problemen dieses unesco-welterbes. schließlich station drei: abendessen im casino, dem ehemaligen kesselhaus. gigantische betonsäulen ließen erahnen, welche energien hier freigesetzt wurden. fantastisches abendessen (leider kein vanilleeis für thomas). ich weiß gar nicht, wann wir aufgebrochen sind, elf war es bestimmt schon.

danke, antje, martina und thomas für diesen wunderbaren tag!

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